Mittwoch 8 Juli 2020

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  • blaue Seidenstulpe Antique Diamond

    Seidenstulpe im viktorianischen Stil

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Für denjenigen, der jetzt Lust bekommen hat, in dieses Thema einzusteigen gebe ich hier ein paar Tips.

 

Die Lacestrickerei unterscheidet sich von den übrigen Strickarbeiten dadurch, daß man sehr feines Garn mit ein bis zwei größeren Nadelstärken als man normalerweise nehmen würde verstrickt. Dadurch haben wir vergleichsweise große Maschen auf der Nadel. Die Maschen lassen sich deshalb auch schwerer wieder aufnehmen, wenn sie mal gefallen sind. Für den Anfänger empfehle ich aus diesem Grund, die ersten Strickstücke nicht mit dem feinsten Garn anzufertigen. Eine Lauflänge von 800m/100g ist ideal. Zudem ist Wolle leichter zu verstricken als Seide, da sie nicht so glatt ist und somit nicht so leicht von der Nadel rutscht. Sehr geeignet zum Anfangen finde ich die Lacewolle von Debbie Bliss mit Superwash-Ausrüstung. Sie ist herrlich weich, griffig und man kann sie in der Maschine waschen.

Da das Garn sehr fein ist, benötigen wir auch spezielle Nadeln mit feinen Spitzen, sogenannte Feinstricknadeln. Es gibt diese Nadeln z.B. von den Herstellern addi und "Knit pro". Sie greifen das Garn besonders gut, sodaß man weniger Probleme mit gefallenen Maschen bekommt.

Für das dickere Lacegarn mit 800m/100g Lauflänge benötigt man die Nadelstärken 4mm oder 3,75mm. Für das dünnere Lacegarn mit 1000m/100g Lauflänge benötigt man Nadelstärken 3mm-3,75mm. Für noch dünnere Garne nimmt man meistens Nadelstärke 2,5mm-3mm. Die Nadelstärke variiert je nach dem, ob man locker oder fest strickt und ist auch von Muster zu Muster unterschiedlich. Am besten, man macht eine Strickprobe, um die passende Nadelstärke zu bestimmen. Beim Spreizen der Maschenprobe erkennt man, ob sich ein schönes Musterbild ergibt.

Für den ersten Laceschal sollte man sich ein einfaches Muster auswählen das eingängig ist und bei dem die Rückreihen, also sämtliche Umschläge links abgestrickt werden.

Das Stricken von Lace erfordert ein hohes Mass an Konzentration. Man arbeitet am besten bei gutem Licht in ruhiger Atmosphäre. Für den Anfänger ist es hilfreich, mit einer Karteikarte den Teil über der zu strickenden Reihe abzudecken. Das erleichtert das Lesen der Strickvorschrift für den Anfänger. Hat man einige Rapporte gestrickt, schleift sich das Muster langsam ein. Um das Muster auswendig stricken zu lernen muß man das Muster "lesen und verstehen" lernen. Sobald man ein Muster verstanden hat, macht man auch keine Fehler mehr und die Arbeit beginnt Freude zu machen. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, kompliziertere Muster zu stricken und zu verstehen. Schon bald läßt einen das Lace stricken nicht mehr los ...

Ein Laceschal muss fehlerfrei gestrickt werden, da beim Aufspannen des Schals jeder Fehler sichtbar wird und die Schönheit des Tuches beeinträchtigt.